Was würde das ändern? Frühe Tests auf Down-Syndrom
Am vergangenen Samstag machte der WDR in Bielefeld halt. Thema der Live-Sendung “Hallo Ü-Wagen” war “Was würde das ändern? Frühe Tests auf Down-Syndrom”. Neben geladenen Interviewgästen, u.a. ein junges Elternpaar aus dem Vorstand des Arbeitskreis Down-Syndrom e.V., hatte das Publikum die Möglichkeit live mitzudiskutieren.

Moderatorin Julitta Münch
Moderation Julitta Münch ging mit diesem doch sehr kontroversen Thema einfühlsam um. Es war eine sehr spannende und interessante Sendung, in der die verschiedenen Seite zum Thema “Früherkennung” beleuchtet wurden. Den Zuhörern wurde verständlich, welche Entscheidungszwänge durch die Möglichkeiten der Früherkennung in Gang gesetzt werden. Schnell schlägt die Vorfreude auf das ungeborene Kind um in Sorge. Dilek Server war 20 Jahre jung, als sie mit Berkan schwanger war. Da ihre Frauenärztin eine “Risikoschwangerschaft” ausschloss, wurden auch keine weitere Früherkennungstests bei Dilek Server gemacht.

Dilek Server im Interview
Als die jungen Eltern nach der Geburt die Diagnose “Down-Syndrom” erfuhren, brach erst einmal eine Welt für sie zusammen. Beide sprachen offen über ihre Gefühle und Ängste zum damaligen Zeitpunkt. Heute sagt Frau Server, dass sie froh ist, während der Schwangerschaft nichts gewusst zu haben.
Frau Prof. Dr. Gödde (Fachärztin für Humangenetik, tätig für den Arbeitskreis Down-Syndrom e.V.) lenkte mit ihrem Wortbeitrag den Blickwinkel auf die Unterscheidung von Mutterschaftsvorsorge und Früherkennung und machte ebenfalls auf die nicht unerheblichen Entscheidungsängste und den Entscheidungsdruck aufmerksam.

Frau Prof. Dr. Gödde
“Der liebe Gott hat sich vielleicht etwas dabei gedacht, dass er die Kinder im Dunklen wachsen lässt!”
Die gesamte Sendung kann als Podcast auf der Homepage des WDR 5 kostenlos heruntergeladen werden.