Archiv für die Kategorie ‘Pressemitteilungen’

Arzneimittelversand ja – Zuzahlungspflicht nein!

Mittwoch, 18. Januar 2017

BAG SELBSTHILFE fordert Abschaffung der Zuzahlungspflicht bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln für chronisch kranke Menschen

Seit geraumer Zeit hält der Streit der Regierungskoalitionspartner über ein generelles Versandhandelsverbot mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln an. Ziel soll es sein, angebliche Nachteile für regionale Apotheken zu verhindern.

Die BAG SELBSTHILFE lehnt solche Überlegungen ab, da es sich dabei um eine monetäre Debatte mit dem falschen Fokus handelt. Sie begrüßt deshalb den in diesem Zusammenhang aktuell vorgebrachten Vorstoß der SPD, einer generellen Befreiung von der Zuzahlungspflicht für chronisch kranke Menschen. „Das untermauert unsere Forderung nach Entlastung für die betroffenen Menschen. Denn durch ihre chronische Erkrankung benötigen sie regelmäßig teure Medikamente und durch die prozentual anteilige Zuzahlung geraten viele von ihnen in finanzielle Bedrängnis. Das ist nicht hinnehmbar“, kritisiert Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE.

Aber auch einem generellen Versandhandelsverbot mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, an den der Vorstoß gekoppelt sein soll, steht der Dachverband von 120 Selbsthilfeorganisationen behinderter und chronisch kranker Menschen kritisch gegenüber. „Die Konkurrenz ist ein wichtiges Mittel dafür, die Preise für Medikamente im Rahmen zu halten. Jede Branche muss damit zurechtkommen. Wir sehen keinen Grund, warum Apotheken hier per Gesetz geschützt werden sollten“, so Dr. Danner.

Welt-Down-Syndrom-Tag 21.3.2016

Montag, 21. März 2016

Seit 2012 ist der Welt-Down-Syndrom-Tag offiziell von den Vereinten Nationen als Aktionstag anerkannt. Jedes Jahr wird dieser Tag zum Anlass genommen, um den Menschen mit dem veränderten Chromosom, ihren Familien und Freunden besondere Aufmerksamkeit zu schenken und die Inklusion voranzutreiben.

Ulla Schmidt beim Bundesliga-Spiel: „Alle gehören dazu!“

Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages setzen Bundesvereinigung Lebenshilfe, Lebenshilfe Berlin und die AOK Nordost ein Zeichen für Vielfalt – beim Heimspiel Hertha BSC gegen FC Ingolstadt 04

Berlin. Menschen mit Down Syndrom gehören in die Mitte der Gesellschaft – wie alle anderen auch. Dafür werben die Lebenshilfe, die AOK und der Behinderten- und Rehabilitationssportverband Berlin in der Halbzeitpause des Bundesliga-Spiels am Sonnabend (19.03.). Vor den Tausenden von Zuschauern im Olympiastadion geht es vor allem darum, wie gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung durch Sport gelingen kann. Die gemeinsame Leidenschaft verbindet Menschen über verschiedene Grenzen hinweg und macht aus ihnen eine Gemeinschaft. „Das ist auch erklärtes Ziel der Lebenshilfe in allen Bereichen“, sagt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

Dass besonders Fußball zeigen kann, wie Inklusion ganz spielerisch gelingt, wurde schon im vergangenen Jahr deutlich: Im März 2015 ging der 16-jährige Michael Freudlsperger, ein Amateur-Fußballer mit Down Syndrom, als Gewinner des „Tor des Monats“ der ARD-Sportschau hervor.Die Partner der gemeinsamen Aktion sind sich einig: „Sport verbindet über körperliche Grenzen hinweg und kann dabei helfen, aus den unterschiedlichsten Menschen eine Gemeinschaft zu machen“, sagt Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost.

Neues Sonderprogramm stärkt Integrationsbetriebe

Donnerstag, 02. Juli 2015

Der Deutsche Bundestag berät heute, am Donnerstag einen Antrag der Regierungsfraktionen, mit dem ein Sonderprogramm zum Ausbau der aktuell 800 Integrationsbetriebe auf den Weg gebracht wird. Dazu erklärt der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer:

„Ein zentrales arbeitsmarktpolitisches Ziel der Union lautet, mehr Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Mit einer gemeinsamen Initiative setzt die Koalition nun ein wichtiges Signal für mehr inklusive Arbeit. Danach sollen von 2015 bis 2017 aus den Mitteln des Ausgleichsfonds des Bundesarbeitsministeriums 150 Millionen Euro in Neugründungen sowie in die Weiterentwicklung bestehender Integrationsunternehmen investiert werden.

Langzeitarbeitslose Schwerbehinderte haben es besonders schwer, zurück auf den Arbeitsmarkt zu finden. Für diese Zielgruppe sollen sich die Integrationsbetriebe stärker öffnen. Gleiches gilt für Jugendliche mit Behinderung, die nach der Förderschule meist direkt in eine Werkstatt für behinderte Menschen wechseln. Für sie sollen Integrationsunternehmen eine neue Option sein, am ersten Arbeitsmarkt eine Ausbildung zu absolvieren und sich so dauerhafte Beschäftigungschancen zu erarbeiten. Damit noch mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen in Integrationsbetrieben beschäftigt werden, sollen diese künftig bereits ab zwölf Wochenstunden – statt bislang
15 Stunden – begleitende Hilfen am Arbeitsleben abrufen können.

Integrationsbetriebe bauen schon heute für viele schwerbehinderte Menschen stabile Brücken in den ersten Arbeitsmarkt. Das Sonderprogramm wird ihr Potenzial für mehr Beschäftigung entscheidend voranbringen.“