09. Februar 2010
Bewegende Fotoausstellung im Rathaus Immenhausen baut Vorurteile ab.

Foto Maiterth Mütter- und Väterglück: Ohne den zweijährigen Luis gäbe es die Ausstellung “Außergewöhnlich: Väterglück” in Immenhausen vielleicht gar nicht. Der Sohn von Nadine und Lars Obermann hat das Down-Syndrom.
Im Immenhäuser Rathaus sind schon viele Ausstellungen gezeigt worden. So ergreifend, berührend und betroffen machend wie diese war allerdings noch keine. Unter dem Moto “Außergewöhnlich:Väterglück” wird die Wanderausstellung des Arbeitskreis Down-Syndrom e.V. präsentiert. Die Fotografin Conny Wenk fotografierte 22 Väter und ihre Kinder mit Down-Syndrom. Es sind positive Bilder, die zu Herzen gehen, mit denen die Fotografin Berührungsängste und Vorurteile abbauen, aber auch den neu betroffenen Familien Mut machen will. Denn, so Pfarrer Runzelheimer zur Eröffnung, es sei immer noch so, dass das Leben mit Behinderung und Behinderten für die meisten von uns etwas mit Angst zu tun habe, dessen Folge es sei, ihnen aus dem Weg zu gehen. Hinzu käme, dass Behinderung als Makel empfunden werde, weil vielen Menschen die Erfahrung im Umgang mit Behinderten fehle.
Die Fotografin räumt mit diesen Vorurteilen auf. Es ist ihr gelungen, die Wärme einzufangen, die diese Kinder ausstrahlen. Anhand von Texten wir deutlich, wie schwer es manchen Eltern gefallen sein muss, sich mit dem Gedanken anzufreunden, ein Kind mit Down-Syndrom großzuziehen und wie groß die Dankbarkeit inzwischen geworden ist, dieses Kind erleben zu dürfen. “Die Welt blieb für mich und deine Mama am 26. November 2004 für einen Moment stehen. Einen Tag nach deiner Geburt teilten uns die Ärzte die Diagnose Down-Syndrom und schwerer Herzfehler mit”, erzählt ein Vater von seinem Schock. Für ihn ist aber auch klar: “Mein Sohn, ein Leben ohne dich ist für mich nicht vorstellbar.”
Immenhausens Kämmerer Lars Obermann weiß aus eigener Erfahrung, was diesen Mann bewegt. Auch er und seine Frau Nadine haben einen Sohn mit Down-Syndrom. Vor mehr als zwei Jahren kam Luis zur Welt und sorgte dafür, dass seine Eltern sich mit der Enttäuschung, Ungewissheit und Ängsten auseinandersetzen mussten. Hilfe erfuhren sie dabei von Beate Bobke und dem Arbeitskreis Down-Syndrom Kassel. Aber auch von Menschen aus ihrem unmittelbaren Umfeld. Ingrid Rösel, die Frau des jetzigen Bürgermeisters, schenkte den jungen Eltern das Buch “Außergewöhnlich”. So wurden sie auf Conny Wenk aufmerksam, schöpften daraus Kraft und neuen Mut. Beides wollen sie durch die Wanderausstellung an andere weiter geben.
Bis zum 28.2.2010 ist die Ausstellung in Immenhausen noch zu sehen.
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04. Februar 2010
THEATERKÖNIG ist, wer aufgrund seiner Voraussetzungen allen Anlass hat, sich vor Vielem zu fürchten, sich aber davon unbeeindruckt ins Leben und auf die Bühne stürzt. Das 2007 von Sabine Hahn aus Schauspielern mit geistiger Behinderung gegründete Ensemble THEATERKÖNIG bringt in diesem Jahr seine dritte Produktion auf die Bühne der COMEDIA Köln.
Isolde: Hast du Sorgen?
Hans: Ich denke nach.
Isolde: Worüber?
Hans: Ich hab ein paar Geister vermöbelt, mit einem Toten geschlafen, hab eine böse Katze erschlagen und weiß noch immer nicht, was Gruseln ist.
Isolde: Du bist jung.
Hans: Ja.
Isolde: Furcht und Angst lernst du früh genug. Wart nur auf das Leben …
Theaterkönig sind Ulrich Beckers, Holger Besgen, Ilonka Eichwald, Helga Hauschild, Gerhard Pfeiffer, Sabine Scheidt, Georg Schumacher, Nico Randel, Ali Tiryakioglu, Willy Weiler, Ruth Werner,
Regie Sabine Hahn
Vorstellung: Comedia Colonia Theater GmbH, Vondelstraße 4-8, 50677 Köln, Mo. 01.03.2010 / 20.00 Uhr / Roter Saal und Di. 02.03.2010 / 20.00 Uhr / Roter Saal, 10,- EURO / 5,- EURO ermäßigt (zzgl. der jeweiligen Vorverkaufsgebühren)
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02. Februar 2010
Casting am 24. Februar 2010
Shakespeares “Romeo & Julia”, Dürrenmatts “Ein Engel kommt nach Babylon”, Sartres “Das Spiel ist aus” und zuletzt das selbst entwickelte Schauspiel: “Hans & Greta” – das sind einige Inszenierungen vom Konzept integrativer Theaterarbeit.
Seit fast 15 Jahren präsentiert das KiT beeindruckendes und ungewöhnliches Theater:
…perfekt inszeniert”, “…häufiger Szenenapplaus…”, “…atmosphärisch dicht…”, “…gelungene Premiere…”, “…originelles Stück…”, “phantasievolle Kostüme”, “erfrischende Komik”, “ein kleiner Geniestreich”, “diese Inszenierung rüttelt auf”, ” einfach großartig”, “begeistertes Publikum”,” ein Muß für alle Theaterfreunde!”
Nun scheiden einige Mitglieder des Ensembles vor allem aus Altersgründen aus.Deshalb suchen wir Menschen, die Lust haben, sich auf ein außergewöhnliches Theaterprojekt einzulassen und laden unverbindlich ein zu einer Teilnahme an einer Probe am
Mittwoch, 24. Februar 2010 um 18:30 – 20 Uhr
in die Integrative Kulturwerkstatt Alte Schule
Altenaer Str. 207 in 58513 Lüdenscheid.
Bitte bequeme Trainingskleidung mitbringen.
Zurzeit plant das KiT eine Präsentation beim Frühlingsfest in der Kulturwerkstatt im April 2010. Danach erarbeiten wir eine Produktion, die in der Kulturwoche Augenschmaus & Ohrenweide im Jahre 2011 Premiere feiern wird. Dazu proben wir wöchentlich, mittwochs von 18:30 – 20:30 Uhr und an vereinzelten Intensivwochenenden, meistens kurz vor der Premiere. Regie führt Thomas Wewers, Leiter der Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule, Erzieher, Heil- und Theaterpädagoge sowie professionell ausgebildeter Clown an der Schule für Clown, Komik und Theater (TuT) in Hannover.
Kontakt:
Integrative Kulturwerkstatt Alte Schule, Altenaer Str. 207, 58513 Lüdenscheid, www.kulturarbeit.com oder: www.johanneswerk.de
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