Familiensonntag 4. September 2016 Hof Upmeier zu Belsen

25. August 2016

Herzliche Einladung zum diesjährigen Familiensonntag vom Arbeitskreis Down-Syndrom. Das ausführliche Programm kann in unserer Geschäftsstelle erfragt werden, hier nur Wesentliches: In diesem Jahr haben wir ab 11.00 – 14.00 Uhr den Sinnesparcour vom Bielefelder Verein „Spielen mit Kindern e.V.“ für Sie gebucht. Neben Fühlkästen, Geräusche-, Fühl- und Duftmemory, bieten auch Geschmackslabyrinthe interessante Erlebnisse für die ganze Familie. Ab 14.00 Uhr werden dann Aktivitäten für Kinder und Jugendliche vom Verein „Spielen mit Kindern e.V.“ angeboten. Neben Balancier- und Hüpfgeräten, sowie Großspielen für Kinder und Erwachsene, gibt es eine Auswahl an Fahrzeugen, ein Hüpfkissen uvm.
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Beginn der Veranstaltung ab 10.30 Uhr, 11.00 Uhr Ralf Flathmann, BV Lebenshilfe Berlin Der Start in das Berufsleben, Rahmenbedingungen im Vergleich zwischen der Werkstatt und anderen Arbeitsmöglichkeiten
Der aktuelle Diskussionsstand zum Bundesteilhabegesetz soll vorgestellt werden und andere Fragen die sich nach dem Ende der Schulzeit und vor der Aufnahme einer Berufstätigkeit stellen werden angesprochen. Abschlussstufe, Arbeitspraktika, Eingangsbereich, Berufsbildungsbereich, Werkstattarbeitsplatz, ausgelagerter Arbeitsplatz, Budget für Arbeit, Integrationsfirma, andere Anbieter, allgemeiner Arbeitsmarkt.Das „Kind“ wird volljährig, es muss sich nach dem Abschluss der Schule für einen Beruf / Arbeitsplatz entscheiden.
Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für alle Jugendlichen ein besonderes Ereignis und wie kann ich mich da orientieren?
Für Menschen mit einer Behinderung stellen sich noch zusätzliche Fragen.Welche Erwartungen habe ich an einen Arbeitsplatz, wie können sie erfüllt werden?
Was ist ein ausgelagerter Arbeitsplatz oder ein Budget für Arbeit. Ist die Werkstatt der geeignete Arbeitsplatz? Gibt es geeignete Arbeitsplätze in der näheren Umgebung und wie komme ich dorthin?
Was bietet mir die Werkstatt an und was wird von mir erwartet wenn ich eine Beschäftigung audem allgemeinen Arbeitsmarkt annehme?

14.00 Uhr Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen. Das kann eine große Chance sein, den Generationenwechsel im Arbeitskreis Down-Syndrom Deutschland e.V. einzuleiten. Wir brauchen Verstärkung im Vorstand, entweder als geschäftsführendes Mitglied oder gerne auch als Beisitzer.

Der Nachmittag steht dann ganz im Zeichen eines gemütlichen Zusammensein bei Kaffee und Kuchen, Ende der Veranstaltung gegen 18.00 Uhr.
Wir würden uns freuen, Sie an diesem Tag auf dem Hof Upmeier zu Belzen, Uphof begrüßen zu können. Gäste sind ebenfalls herzlich willkommen.

Stammtisch Arbeitskreis Down-Syndrom

07. August 2016

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Unser nächster Stammtisch findet am Dienstag, den 16.8.16 um 19.30 Uhr im Kaminzimmer der „Neuen Schmiede“, Handwerkerstr. 7, in Bielefeld statt. Gäste sind herzlich willkommen.

Lebenshilfe sagt geplanten Gesetzen den Kampf an

12. Juli 2016

Mit dem Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III drohen massive
Verschlechterungen für Menschen mit geistiger Behinderung – Petition startet
heute.

Berlin. „Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III können so nicht bleiben.“ Das teilt Ulla Schmidt mit, die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. „Das Reformpaket“, so Ulla Schmidt weiter, „enthält zwar einige Fortschritte, die auf langjährigen Forderungen der Lebenshilfe beruhen, aber die drohenden Verschlechterungen für Menschen mit geistiger Behinderung sind inakzeptabel. Besonders die Ausweitung des Ausschlusses von Leistungen der Pflegeversicherung ist eine Diskriminierung von Menschen, die als Versicherte Beiträge zahlen!“

Die Lebenshilfe mit ihren über 500 örtlichen Vereinigungen und 130.000 Mitgliedern startet daher heute eine bundesweite Protest- und
Aufklärungskampagne und ruft dazu auf, eine Petition. Das Motto lautet TeilhabeStattAusgrenzung; Ziel ist es, die Forderungen der Lebenshilfe für gute Teilhabe und Pflege den Abgeordneten und der breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen. Ulla Schmidt: „Wir wissen, dass diese sozialpolitischen Großvorhaben für viele Außenstehende sehr kompliziert sind. Wir werden es jedoch nicht zulassen, dass am Ende die Schwächsten, die Menschen mit geistiger Behinderung, als Verlierer dastehen. Wir müssen allen klarmachen, was die Folgen dieser Gesetze sind. Und wir werden für ein Bundesteilhabegesetz kämpfen, das diesen Namen auch verdient!“

Das Bundesteilhabegesetz regelt die Eingliederungshilfe neu. Von den derzeit rund 860.000 Beziehern der Eingliederungshilfe hat die Mehrheit – über eine halbe Million – eine geistige Behinderung. Bleibt die Reform so, wie sie ist, hat das laut der Lebenshilfe schwerwiegende Auswirkungen: Manche Menschen mit geistiger Behinderung müssen fürchten, ganz aus dem Hilfesystem herauszufallen. Anderen droht, dass sie gegen ihren Willen mit anderen zusammen wohnen müssen oder in Pflegeeinrichtungen abgeschoben werden. Wieder andere müssen bangen, ihr Zuhause zu verlieren, weil ihre Wohnstätte nicht mehr ausreichend finanziert wird und schließen muss.

Die Lebenshilfe fordert daher, dass …
1. … Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf künftig nicht von den Leistungen der Pflegeversicherung ausgeschlossen werden. Umgekehrt darf ihnen auch nicht die Eingliederungshilfe verwehrt werden, weil sie neben ihrer geistigen Behinderung einen Pflegebedarf haben. Sie brauchen für Teilhabe beide Formen der Unterstützung. Der Verschiebebahnhof zwischen Eingliederungshilfe und Pflege muss aufhören!

2. … der Zugang zu den Leistungen der Eingliederungshilfe nicht so begrenzt wird, dass Menschen, die in weniger als fünf Lebensbereichen Einschränkungen aufweisen, von den Leistungen ausgeschlossen werden. Eine solche Hürde ist zu hoch!

3. … Menschen mit Behinderung nicht gezwungen werden können, gemeinsam mit anderen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das ist das Gegenteil von Selbstbestimmung und führt zu Ausgrenzung statt Teilhabe!

4. … die Kosten der Unterkunft für das Wohnen in Wohnstätten nicht willkürlich begrenzt werden. Wenn das Wirklichkeit wird, droht vielen Wohnstätten für Menschen mit geistiger Behinderung das finanzielle Aus, und die dort lebenden Menschen verlieren ihr Zuhause!

5. … auch Menschen mit einer geistigen Behinderung nicht von den verbesserten Regelungen zur Heranziehung ihres Vermögens ausgeschlossen werden. Sie haben ein Recht auf ein Sparbuch!
Hier gibt es die Petition